Wie ich zum Geocachen kam
Im Sommer 2007 hatten wir Besuch von einem Geocacher-Pärchen aus den Niederlanden. Sie haben mich dann für ein paar Geocachedosen in unserer nahen Umgebung mitgenommen, und das hat bereits gereicht, um mich mit dem Geocaching-Virus anzustecken. :o)
Das Hobby Geocachen existiert schon seit 2000, hat sich aber am Anfang nur schleichend verbreitet. Der Hauptgrund war wohl, dass man dazumal noch keine Handys mit GPS hatte. Es brauchte also ein GPS-Gerät – diese waren damals noch recht teuer. Somit war für Neueinsteiger gleich vor dem Beginn erst mal eine grössere Investition nötig.
Natürlich hatte ich als Neuling den genialen Plan, erst mal ein billiges Occasionsgerät ohne Karte zu kaufen. Das hat mir dann endlose Irrläufe im Wald beschert, und: Wer billig kauft, kauft zweimal … Etwa 20 Fehlversuche später habe ich mir ein Garmin GPSMAP mit der Topo-Karte CH gegönnt.
In den ersten Jahren meiner Suche waren es einfach nur Plastikdosen an einem schönen oder interessanten Ort, meistens versteckt unter ein paar Steinen oder einer Wurzel. Mit den Jahren wurden die GPS-Geräte günstiger, es gab OpenStreetMap, und die ersten Handys mit GPS kamen auf den Markt. Das hat zu einem richtigen Geocaching-Boom geführt. Für eine kurze Zeit wurden dann auch massenhaft, zum Teil oft lieblose Dosen ausgelegt – an Orten, wo man eigentlich nicht wirklich suchen wollte.
Das Hobby wurde aber auch von Bastlern und Tüftlern entdeckt. So kam es, dass immer mehr interessante Dosen ausgelegt wurden. Oft waren die schönen und interessanten Plätze schon mit einer Dose belegt, nun wurde jedoch auch die „Dose“ an sich zum Erlebnis. Natürlich hat das dann auch die Cachergemeinde inspiriert, und so findet man sehr oft echte Kunstwerke. Zum Teil gibt es Geocaches, die einen kommerziellen Escape Room in den Schatten stellen.
Über all die Jahre hinweg hat uns das Geocachen immer wieder motiviert, auf lange Wanderungen zu gehen – manchmal auch bei Wetter, wo man sonst zu Hause geblieben wäre. Wir haben Orte gesehen, die einen in Staunen versetzen und in keinem Reiseführer erwähnt sind.
Obwohl heute jedes Durchschnittshandy ein GPS besitzt, das mehr als gut genug zum Cachen ist, bin ich meist mit einem Oregon 700 unterwegs. Das Handy kommt vorwiegend bei einem „Spontancache“ zum Einsatz.
Ach ja … Sollte sich jemand meine Statistik auf Geocaching.com ansehen: Die knapp 5.000 Dosen in 16 Jahren sind nicht viel. Es gibt Leute, die machen 5.000 Dosen in einem Jahr. ;o) Das Schöne am Geocachen ist: Es gibt für jeden eine Variante. Vom „Stadtcacher“ über den Park & Grab bis zum T5er, wo eine Bergsteiger- oder Taucherausrüstung nötig ist.
Auf dieser Homepage gibt es nun Impressionen von meinen Geocache-Erlebnissen, Tipps & Tricks und auch ein paar Bastelanleitungen.
Achtung: Bei den Fotos & Videos kann es „Spoiler“ geben!
Happy Caching!